Mein Weg – zwischen Wissenschaft, Therapie und Schwingung
Meine heutige Arbeit ist aus mehreren Lebens- und Erfahrungswelten entstanden, die auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen – für mich aber einem gemeinsamen roten Faden folgen:
Wahrnehmen. Verstehen. In Beziehung treten. Verbinden.
Ich bin in Rumänien aufgewachsen, in den nördlichen Karpaten – einer ursprünglichen Landschaft, die von Natur, Klang und alten Traditionen des Singens, Tanzens und Heilens geprägt ist.
Schon als Kind hatte ich eine besondere Beziehung zu Klang und Stimme. Ich habe Klänge intuitiv genutzt, um innere Zustände wahrzunehmen und zu regulieren und mit unterschiedlichen Räumen in Resonanz zu treten.
Was zunächst intuitiv und spielerisch begann, wurde später zu einem bewussten professionellen Weg.
Von der Naturwissenschaft zur Musiktherapie
Mein erster akademischer Weg begann mit Geographie und Geomorphologie in Rumänien und führte mich über Forschungsprojekte im Bereich Applied Environmental Research auch nach Frankreich.
Auch meine siebenjährige Tätigkeit in internationalen Unternehmen und Beratungsfeldern – unter anderem in den Bereichen Kommunikation, Business und Leadership – hat meinen Blick auf Menschen, Beziehungen und Veränderungsprozesse erweitert.
Schließlich führte mich mein Weg zur Musiktherapie.
2011 schloss ich mein Studium an der Universität Augsburg mit dem Master of Arts in Music Therapy ab.
Damit begann die bewusste Verbindung dessen, was ich bereits intuitiv erfahren hatte, mit einem therapeutischen und wissenschaftlich fundierten Rahmen.
Klang als Zugang zum Menschen
Klang und Stimme begleiten mich seit jeher.
In der Musiktherapie habe ich gelernt, ihre Wirkung nicht nur intuitiv, sondern auch therapeutisch bewusst einzusetzen. Über die Jahre hat sich daraus eine multimodale Arbeitsweise entwickelt, in der Klang und Stimme nicht isoliert stehen, sondern mit Körper, Atem, Wahrnehmung, Emotion, Bewegung, Beziehung und Gespräch verbunden werden können.
Welche Zugänge sinnvoll sind, entscheidet sich dabei immer aus der individuellen Situation heraus.
Die Methode folgt dem Menschen – nicht der Mensch der Methode.
Resonanz · Schwingung · Kohärenz
Diese drei Begriffe beschreiben heute einen wichtigen Teil meiner therapeutischen Perspektive.
Schwingung: Alles Lebendige ist in Bewegung. Körper, Atem, Stimme, Aufmerksamkeit und Emotion verändern sich fortwährend.
Mich interessiert, wo etwas in Bewegung ist, wo es fest geworden ist und wo wieder neue Beweglichkeit entstehen kann.
Resonanz: Wir leben nicht isoliert. Wir stehen in ständiger Beziehung zu uns selbst, zu anderen Menschen und zu unserer Umwelt.
Resonanz beschreibt für mich dieses In-Beziehung-Sein und Mitschwingen.
Kohärenz: Manchmal erleben wir uns innerlich widersprüchlich, fragmentiert oder aus dem Zusammenhang geraten.
Kohärenz beschreibt die Möglichkeit, dass unterschiedliche Ebenen unseres Erlebens wieder stärker miteinander verbunden und als stimmiger erlebt werden können.
Dabei orientiere ich mich unter anderem an salutogenetischen Perspektiven und dem Kohärenzkonzept von Aaron Antonovsky.